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Dachstein Sommer Expedition 2015

Wie schon bei der letzten großen Sommer Expedition im Dachstein (2012) machte ich mich auch diesmal wieder auf in das Dachsteingebirge.

weniger Text, mehr Bilder

Vorbereitungen Photo Equipment

Wie schon bei den Wintertouren in die Hirlatzhöhle (wie Berichtet) beteiligte ich mich nach Kräften bei der Planung und wurde als ‚Übersetzer‘ mehrfach tätig.
Auch mein Photo-Equipment musste Vorbereitet werden, wollte ich doch endlich den What Have You Got Pot (WUG) dokumentieren. Neben den 3 neuen Blitzen nebst Ansteuerung wurden auch unzählige Blitzbirnen und Auslöser überprüft, repariert und eingepackt.

Vermessungs- und Ausbesserungsarbeiten

Im Dachstein angekommen stellte sich bald heraus, dass ich meine Pläne für den PL2 aufgeben musste (wie Berichtet), da nicht genügend erfahrene Höfos zur Verfügung standen.
Anstelle PL2 und WUG zu verbinden, trieb ich nun mit Tom die Neuvermessung des WUG vorwärts. Bald half ich dann bei der Erneuerung der Seile und Anker im vertikalen Bereich des WUG. Die Arbeiten dauerten, wegen des schlechten Wetters, knapp zwei Wochen an. Es wurden neben zusätzlichen Edelstahlankern über 850m neuer Seile verbaut und so nahezu alle alten Seile ausgetauscht.

TwinCompass Höhle TwinCompass Höhle

Auf der Suche nach neuen Höhlen wurde auch die TwinCompass Cave gefunden und in mehren Anläufen vermessen. Wir benötigten zwei Vermessungstouren, nicht etwa wegen ihrer schieren Größe (93m), sondern weil beim ersten mal anstatt eines Neigungsmessers einen weiteren Kompass eingepackt wurde. So gelangte die schöne Durchgangshöhle auch an ihren Nahmen.

Forschung hinter der Verloren Hope

Gegen Ende der Expedition brach mit Joel, John-Paul und mir ein dreiköpfiges Team auf in den WUG um die Gänge und Schächte hinter der verloren Hope zu erforschen. Das Wetter gestattete uns höchstens vier Tage, und so wollten die Zeit gut genutzt werden. Daher entschieden wir uns dafür, das Photo-Equipment nicht mit in die Höhle zu nehmen. Nach dem Abstieg zum Camp BumFun richteten wir uns dort häuslich ein und bereiteten noch am Abend die Tour für den kommenden Tag vor.

Neuland und sein Preis

TwinCompass Höhle Vom Camp aus führt ein kleiner Gang hinunter zur Verloren Hope. Dieser hässliche Lehm-Siphon liegt gut 100 Höhenmeter unterhalb des Camps und wurde in mühevoller Arbeit bei der letzten Expedition so weit Ausgegraben, dass man ihn passieren kann. Zuvor musste allerdings noch eine Querung in einen, gut 15m langen Meander eingebaut werden. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, bedenkt man, dass schon hier alles voll Lehm ist, und jede Handbewegung Mühe kostet. Zudem sitzt man stets im starkem, 2°C kalte Höhlenwind. Nach Einbau der Querung erreichen wir durchfroren die Ferlorne Hope. Auch die mitgebrachten Einmal-Overalls schützten uns nicht vor dem nassen Nutella-Lehm und dem Wasser, das sich auf seiner Oberfläche angesammelt hat. Einen kurzen Abstieg später betreten wir Neuland. Ein horizontaler Gang führt in einen tiefen Spalt. John-Paul und Joel machen sich daran weitere Seile Einzubauen.
Auch hier unten weht uns ein starker Wind entgegen und es ist so lehmig, dass selbst der Abseiler (ein Simpel!) seinen Dienst verweigert. Als die beiden endlich die Seile eingebaut haben, bin ich unterkühlt. Ein weiterer Abstieg ist für mich zu gefährlich, auch wenn sich die Höhle immer weiter in den Berg zieht.

 eine  keine Phototour

Während der letzten Tage der Expedition Regnet es täglich. Ein Abstieg in den WUG ist daher nicht möglich und somit stirbt auch die geplante Phototour. Der WUG entzieht sich abermals meiner Kamera, aber ich werde ihm schon noch beikommen.
Alles in allem war die Expedition trotzdem erfolgreich; Die Höhle wurde bis zum Camp neu vermessen, nahezu alle Seile wurden getauscht und ein weiteres, vielversprechendes Objekt für das nächste Jahr wurde aufgetan.

Nach der Exped ist vor der Exped

Für nächstes Jahr beschließen wir die Forschung hinter der Verloren Hope einzustellen, und uns stattdessen anderen Fortsetzungen der großen, horizontalen Gänge zu widmen. Die Verloren Hope ist bisher zwar die tiefste Stelle der Höhle (~ -850m), aber auch die unwirklichste und schwierigste Passage die ich in Höhlen je gesehen habe. Neben dem WUG wird ein weiteres, vielversprechendes Objekt, auf der Liste stehen…

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Danke ans Team
der Dachstein Caving Expedition

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