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Dachstein Expedition 2016

Wie auch schon in den letzten Jahren nahm ich an der internationalen Höhlenexpedition ins nördliche Dachsteinplateau teil. Die Expedition kahm dem Ziel, eine Verbindung vom Plateau in die Hirlatzhöhle zu schaffen, ein gutes Stück näher.

Forschung

Mitglieder
Neben dem Hauptobjekt, dem What have you got Pot (im Folgenden WUG) konzentrierte sich die Forschung dieses Jahr auch auf die Eishöhle am Grünkogel (im Folgenden 111) und der Suche nach neuen Höhlenobjekten.

Das Hauptobjekt

Seit 9 Jahren wird im WUG geforscht. Nach unglaublichen Erfolgen in den ersten Jahren stagnierte der Gangzuwachs in den letzten Jahren. Nicht zuletzt wegen der schwierigen Arbeit in der Ferlorenen Hoffnung, einem Lehm-Wasser Schluf, der die tiefste Stelle der Höhle darstellte.
Auch weil die gesamten Seile im 610m tiefen Vertikalteil letzten Jahr komplett erneuert wurden.

Vorstoß in die Ferlorene Hoffnung

Jean Paul Sounier und ich brachen zu einem Forschungs- und Vermessungs-Vorstoß in diesen Teil auf. Während eines harten 14h Trips (gerechnet Aufbruch-Ankunft Biwak) gelang es uns weiter in neue Teile Vorzudringen, diese zu vermessen und die Tiefe der Höhle so auf über -800m zu kartographieren.

Neuvermessung der Höhle Vermessung

Tom Foord und seine Helfer setzten die 2015 begonnene Neuvermessung der Höhle fort, und konnten dabei einige Neuentdeckungen verzeichnen.
Die Daten lassen schon jetzt einige interessante Rückschlüsse auf den Verlauf des Horizontalen Höhlenteils erkennen, die uns in den kommenden Jahren helfen werden das komplexe System besser zu verstehen.

Der Durchbruch

In den Chutney Chambers wurde mittels Luftvermessung und Rauchanalyse herausgefunden, wo sich der starke Luftzug der Passage, dicht hinter dem Biwak, verliert. Eine eingehende Untersuchung der Passage gab endlich den ersehnten Durchbruch:
Es gelang durch einen Versturz in einen weiterführenden, großen Tunnel hinabzusteigen. Die verbleibende Expeditionszeit reichte jedoch nicht aus um ihn bis an sein Ende zu erforschen. Hier warten sicherlich noch einige, große Entdeckungen auf uns, die wir im nächsten Jahr angehen werden.

Andere Objekte

Allem voran wurde die Forschung im 111, einem Eisschacht begonnen. Diese wurde bis in eine Tiefe von gut 70m vorangetrieben.
Außerdem wurde die Suche nach neuen Höhlen vorangetrieben. Zahlreiche kleine Blindschächte wurden so erfasst und erstbefahren.

Die Sache mit den Bildern

Dass man in diesem Artikel nur wenige Höhlenbilder sehen kann, hat nicht etwa mit der Faulheit des Photoraphen zu tun, sondern viel mehr mit meinen Forschungs-Vorstößen.

Forschen oder Fotografieren

Sicherlich ist es theoretisch möglich während der laufenden Forschung zu Fotographieren. Forschung im WUG Allerdings nicht, wenn man sich in einem Gebiet wie der Ferlohrenen Hoffnug befindet. Der 2°C kalte Höhlenwind, die Nässe und der, alles durchdringende Lehm fordert uns schon so alles Können ab. Auch wenn der Photograph selbst die Seileinbauten vornimmt, hat man kaum Zeit für Bilder. Außerdem möchte die Kameratechnik transportiert werden. In einem kleinem Team, dass zusätzlich noch Bohrmaschine, Einbaumaterial und Seile mit sich führt, nahezu unmöglich.
Daher gibt es dieses Jahr nahezu keine Höhlenbilder hier zu sehen!

Ausblick

Trotz, oder gerade wegen dieser ‚Fotofreien‘ Trips war die Expedition ein voller Erfolg:
Der lang ersehnte Durchbruch in weiterführende Tunnel wurde geschaffen, die Ferlorene Hoffung und seine Fortsetzung wurde vermessen und neue Objekte wurden angefahren. Ohne Zweifel wird die kommende Expedition 2017 viele Neuentdeckungen für uns bereithalten!



Danke ans Team
der Dachstein Sommer Expedition 2016

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